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INTERVIEW MIT FRAU GOESMANN

1. Hallo! Bitte stellen Sie sich vor.

Frau Goesmann: Hallo👋 . Mein Name ist Frau Goesmann und ich unterrichte Deutsch, Geschichte, Religion und zusätzlich unterrichte ich auch fachfremd Hauswirtschaft im Jahrgang 5.

2. Was gibt es Neues bei Ihnen? Ich habe gehört, Sie haben vor kurzem geheiratet. Wie war’s?

Frau Goesmann: Ja neu ist, dass ich seit fast zwei Wochen verheiratet bin und die ganzen ausgepackten Geschenke bei mir noch alle wegsortiert werden müssen.

3. Herzlichen Glückwunsch! Nun kommen wir zur nächsten Frage. Sie waren doch schonmal an unserer Schule und sind jetzt wiedergekommen. Warum?

Frau Goesmann: Das hat viele Gründe und die Frage wurde mir schon ganz oft gestellt. Ich glaube der Hauptgrund, warum ich zurückkommen bin, war, dass der Gedanke daran, ob ich jetzt zurückkommen soll oder nicht, mich das ganze Schuljahr verfolgt hat. Ich hatte an der anderen Schule ganz viel Spaß und es gab tolle Lehrer und Schüler, genauso wie hier auch und ich habe mir das ganze Jahr immer überlegt, wo mein Platz ist. Dann habe ich gemerkt, dass wenn man nicht mehr aufhören kann darüber nachzudenken, muss man diesen Gedanken erstmal folgen. Und wie das meistens dann so ist, ist es am Ende dann einfach so eine Gefühlsentscheidung und das Ergebnis von vielen Gebeten gewesen und ich hoffe, dass ich Gott da richtig verstanden habe, weshalb ich jetzt wieder hier bin.

4. Wie finden Sie den unsere Schule insgesamt im Gegensatz zur anderen?

Frau Goesmann: Natürlich finde ich diese Schule sehr toll, sonst wäre ich nicht wiedergekommen. Ich habe mich auch sehr gefreut nach einem Jahr „Pause“ quasi alle Kollegen wiederzusehen. Es gibt natürlich welche, mit denen man enger zusammenarbeitet, weil man vielleicht die gleichen Fächer hat oder andere Schnittmengen hat und auch ein paar Kollegen, mit denen ich dann etwas weniger zu tun habe. Aber ich arbeite sehr gerne an dieser Schule und freue mich über die hilfreiche Kultur, die wir hier haben. Unter den Kollegen herrscht eine große Hilfsbereitschaft und ich habe das Gefühl, dass wir es sehr gut hinkriegen, dass auf die Schülerinnen und Schüler zu übertragen. Ein Beispiel wäre das Aufhalten der Türen. Das passiert mir hier ganz oft, was bei anderen Schulen nicht so oft ist.

5. Apropos Lehrer: Wie ist es so im Lehrerzimmer? Wie viel anders verhalten sich da die Lehrer und gibt es Freundesgruppen, die mit der Zeit entstanden sind?

Frau Goesmann: Also im Lehrerzimmer ist es sehr cool und entspannend. Wir treffen uns meistens in den Pausen vor der Kaffee- oder Teemaschine. Wie gerade schon gesagt, gibt es natürlich ein paar Gruppen – Leute, die mehr Schnittmenge miteinander haben, sich gut verstehen und viele Themen miteinander teilen beispielsweise, aber es bilden sich auch immer mal wieder verschiedene Gesprächsgruppen. Manchmal geht es um die Schule und / oder fachliche Fragen, weshalb man die Pause nutzt, um endlich mal jemanden eine Fragen zu stellen, die man die ganze Woche schon loswerden wollte, weil es vielleicht um Klassenarbeiten, eine bestimmte Klasse oder bestimmte Schüler geht. Manchmal geht es auch einfach um das Privatleben. Man erzählt mal vom Wochenende oder in meinen Fall z. B. auch von der Hochzeit und insgesamt ist es eine super entspannte Atmosphäre und immer sehr freundlich.

6. Lästern, beschweren sich oder reden die Lehrer im Lehrerzimmer manchmal über einige Schüler?

Frau Goesmann: Doch, manchmal ist das schon so. Ich weiß nicht, vielleicht kennst du das auch, wenn man sich über etwas aufregt, dann ist es wichtig sich darüber auszutauschen, vor allem für die Selbstreflexion. Wenn ich mich z.B. dann über eine bestimmte Situation aufrege, dann ist es für mich ja auch wichtig zu wissen: „Hat sich jetzt wirklich nur der Schüler in meinen Augen falsch benommen oder habe ich

vielleicht über reagiert und gibt es eine Situation des Schülern, die ich nicht kenne“. Deshalb finde ich es wichtig sich darüber auszutauschen. Manchmal, ich würde es auch nicht direkt lästern nennen, ärgern wir uns laut mit den Kollegenüber jemanden oder eine Klasse. Wir erzählen aber auch mal über tolle Unterrichtsstunden und Schüler, die uns positiv aufgefallen sind.

7. Dazu passt die nächste Frage. Es wird doch gesagt, dass Lehrer keine Lieblingsschüler haben und das auch nicht dürfen. Seien Sie aber mal ganz ehrlich: Es gibt doch Lehrer, die einen Lieblingsschüler haben, oder?

Frau Goesmann: Ich glaube tatsächlich, dass kein Lehrer einen ganz bestimmten Schüler hat, aber natürlich gibt es Schüler, mit denen man im Unterricht richtig viel Produktivität erreichen kann und man freut sich, dass er an dem Tag nicht krank ist, sondern dabei ist – Auch gibt es Schüler, mit denen man auf einer Wellenlänge ist und es sympathisch einfacher läuft als mit anderen.

8. Gibt es eine Sache im Lehrerzimmer, die Ihnen nicht gefällt?

Frau Goesmann: Manchmal der weite Weg. Wenn ich dann in der ersten großen Pause 15 Minuten habe, meine Sachen gepackt habe und loslaufe, dann dauert das manchmal ein bisschen, bis ich im Lehrerzimmer bin und wenn ich dann noch mein Kaffee trinken möchte und wieder rechtzeitig loslaufen will, dann ist es fast schon wieder stressig. Also manchmal wünschte ich mir, dass das Lehrerzimmer näher an den Unterrichtsräumen ist, damit ich meine Pause richtig ausgiebig genießen kann.

9. Gibt es im Lehrerzimmer manchmal Spannungen, Streitigkeiten oder Lehrer, die sich vielleicht nicht mögen?

Frau Goesmann: Nicht mögen weiß ich gar nicht, aber ich glaube schon, dass es unter den Lehrkräften Freundschaften gibt und dann gibt es auch Beziehungen zwischen Lehrern, die etwas distanzierter sind. Davon habe ich konkret aber noch nichts mitbekommen. Natürlich gibt es mal Meinungsverschiedenheiten, immerhin arbeiten wir zusammen, aber bis jetzt habe ich immer erlebt, dass es sehr sachlich und ganz gut geklärt werden konnte. Klar kommt es mal vor, wie in jedem anderem Kollegium oder in jeder anderen Gruppe auch, dass man da einfach unterschiedlicher Meinung ist und sich dann erstmal miteinander auseinandersetzen muss, um das zu klären und vielleicht zu einem Kompromiss zu kommen.

10. Worin unterscheiden sich die älteren und jüngeren Lehrer am stärksten?

Frau Goesmann: Also ich glaube, dass es da viele Beispiele gibt. Ein klassisches und nicht so überraschendes Beispiel ist der Erfahrungswert der älteren Kollegen und Kolleginnen. Da nutze ich das auch oft, um ihren Rat zu bekommen und wenn es dann mal eine Frage gibt, wird da viel mehr Erfahrung mit mir geteilt von den Kollegen, die schon paar mehr Dienstjahre haben. Zusätzlich gibt es auch Unterschiede, die wir aus unserer Ausbildung mitbringen. Dinge, die ich in der Uni oder während des Referendariats gelernt habe, sind vielleicht Dinge, die noch keine Rolle gespielt haben bei jemanden, der sein Studium vor 20 Jahren gemacht hat, weshalb es manchmal ein paar Themen gibt, die mir sehr wichtig sind, wovon manch älterer Kollege oder ältere Kollegin noch nichts gehört haben.

11. Spielt die Religion im Lehrerzimmer ein wichtige Rolle?

Frau Goesmann: Es kommt sehr oft auf das Gesprächsthema an. Also es spielt grundsätzlich schon eine Rolle, also wir machen z.B. mit allen Kollegen, die es zeitlich einrichten können und auch Lust haben, eine Andacht vor der ersten Stunde, wo halt alle zu eingeladen sind. Solche Angebote sind halt schon präsent, weshalb auch der Glaube und die Religion auch präsent sind. Aber so in Gesprächen kommt es meist auf das Thema an, wer dann gerade über welches Thema spricht und ob es dann eine Rolle spielt. Also ich würde sagen, dass es an meiner alten Schule, wo ich war, nicht so gewesen ist, dass man sich zwischendurch Gottes Segen für bestimmte Sachen wünscht, was hier häufig passiert und ich das auch sehr schön finde, aber es ist auch nicht so, dass bei jedem Gespräch über Schule oder Privatleben automatisch über Gott geredet wird.

12. Wie kommen die anderen Mitarbeiter und auch der Schulleiter im Lehrerzimmer an?

Frau Goesmann: Ich glaube, das kommt immer so darauf an, wen man fragt. Persönlich habe ich nicht das Gefühl, dass da Lästereien entstehen oder dass da eine schlechte Stimmung ist. Aber natürlich, wie in jedem anderem Unternehmen auch gibt es manchmal Entscheidungen von der Schulleitung, die nicht jeder toll findet und das kann man eigentlich auch ganz offen sagen. Da wird nämlich immer ganz höflich und anständig mit umgegangen.

13. Kommen wir zur letzten Frage: Möchten Sie den Schülern noch etwas sagen?

Frau Goesmann: Ja, ich kann auf jeden Fall sagen, dass die Schüler sich freuen können auf dieser Schule zu sein, ich es aber auch toll finde, dass immer mal wieder versucht wird, neue Ideen einzubringen, weil ich glaube, dass es eine ganz wundervolle Schule ist, die schon tolle Sachen umsetzt, aber die Chance hat noch mehr zu machen.

Ich danke ihnen Frau Goesmann! Tschüss und schönen Tag noch ðŸ‘‹ !

Das Interview führte Trycia Mayembo (Jahrgangsstufe 13).

INTERVIEW MIT HANNA VOM KIOSK

Talea & Alexandra: Moin Hanna. Wir stellen dir mal ein paar Fragen zum Thema Kiosk. Wie bist du auf den Job „Kiosk“ gekommen?

Hanna: Durch einen Traum. Ich wollte gerne wieder arbeiten, nachdem meine Kinder groß waren, so groß, dass sie sich selber helfen konnten. Und dann hat Gott mir in einem Traum, bei einem Mittagsschläfchen, gesagt: Frag an der FCSO, ob du da einen Kiosk eröffnen kannst. Ich wollte nämlich gerne mit Kindern zu tun haben, im Verkauf wollte ich tätig sein und dann wollte ich das auch in der Nähe haben. Dann hat Gott mir das so offenbart im Traum, dass ich da anrufen soll. So hat das dann seinen Lauf genommen.

T & A: Boah! Wie war das am Anfang so mit dem Kiosk?

Hanna: Eigentlich genau so, wie ich es jetzt habe. Angefangen hat es aber in einer Holzbude. Schon gleich am Anfang sind viele Schüler gekommen.

T & A: Weißt du, was am meisten hier verkauft wird?

Hanna: Am meisten werden gefrorene Gummibärchen verkauft.

T & A: Wussten wir noch gar nicht! Wie lange möchtest du den Kiosk noch leiten?

Hanna: So lange Gott das will.

T & A: Wenn du eine Schülerin wärst und dir etwas vom Kiosk kaufen würdest, was wäre das?

Hanna: Ich würde mir gefrorene Gummibärchen kaufen!

T & A: Cool, den neusten Renner also. Es helfen in den Pausen noch mehr Schüler mit. Wie viele?

Hanna: Meistens so 5 Schüler.

T & A: Wie geht es dir so mit dem Kiosk?

Hanna: Ich lebe hier so meinen Job. Corona – da habe ich auch ein bisschen mit gelitten. Die Coronajahre waren nicht so schön, aber wie für euch auch.

T & A: Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Hanna:Ich lese sehr gerne. Ich mache gerne etwas mit meinen Enkelkindern. Und ich verreise natürlich auch gerne mit meinem Mann.

T & A: Ja, das war dann schon die letzte Frage. Danke für das Interview.

 
Informationen zum Kiosk:

Beim Kiosk kann man auch Schulsachen und Gutscheine kaufen. Hat dein Freund Geburtstag und du weißt nicht, was du ihm schenken sollst? Kaufe doch einfach einen Gutschein beim Kiosk.

Brauchst du ein Gebet oder jemanden zum Zuhören?

Hanna hat immer ein offenes Ohr. Wenn du ein Gebet brauchst, komme doch zu Hanna. Sie betet gerne mit dir.

Öffnungszeiten vom Kiosk:

7:40 – 8:05 Uhr 9:45 – 10:00 Uhr 11:35 – 11:55 Uhr Kein Verkauf in den kleinen Pausen!

Verfasser: Talea Wenke und Alexandra Laubhan (Jahrgang 5)

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