Auslandsjahrberichte

LEBEN WIE IM FILM

Jeder kennt bestimmt die typischen amerikanischen Highschoolfilme wie ‚Highschool Musical‘ oder ‚Girls Club‘, in denen man sich oft die Frage stellt, ob das Leben in Amerika wirklich so erlebnisreich und spaßig ist.

Ich bin Alina und habe 2022/2023 ein Auslandsjahr in Amerika gemacht. Es war schon immer ein Traum für mich, das typische amerikanische Leben selbst zu erleben und zudem festzustellen, ob die ganzen Film-Klischees wirklich der Wahrheit entsprechen.

Ich war im US-Bundesstaat Wyoming und lebte dort in einem kleinen Dorf namens

Wheatland.

Ich bekomme häufig die Frage gestellt, wie es war und meistens antworte ich nur, dass ich es geliebt habe und ich viele tolle Momente hatte, aber eigentlich ist es unbeschreiblich, ein Jahr in nur einem einzigen Satz zusammenzufassen. Man lernt so unglaublich viel über sich selbst, und während man seinen Traum lebt, hat man gleichzeitig aus verschiedenen Gründen die schwierigste Zeit, da man auf sich allein gestellt ist. Man lernt sich selber richtig kennen und vor allem auch seinen eigenen Wert. Man verändert sich als Person und ändert gleichzeitig die Sicht auf das Leben.

Ich dachte mir, dass ich euch mal ein bisschen von meinem Alltag dort erzähle.

Mein Wecker klingelte jeden Morgen um 4:30 und dann habe ich mich auf den Weg zum

Cheerleading gemacht. Um 8:00 fing dann die Schule an und meistens habe ich mir vorher mit meiner Gastschwester noch einen Kaffee geholt. Ich hatte fast jeden Tag bis 15:30 Schule und in Amerika ist es so, dass man jeden Tag alle seine Fächer hat. Außerdem hat man nur eine Pause (lunch), die jeweils 40 min geht und meistens ist jeder dann irgendwo außerhalb essen gegangen. Wir hatten aber auch eine kleine Cafeteria, aber so wie man es auch aus Filmen kennt, ist das Essen dort nicht so beliebt.

Die Schule ist auf jeden Fall sehr anders und vor allem gibt es dort auch richtig coole Fächer wie zum Beispiel Conditioning (Gewichte heben), Introductory Foods (Kochen+Backen) und noch viele andere Fächer, die bei uns in Deutschland meist nicht so üblich sind. Außerdem gab es an meiner Schule noch die Möglichkeit, beim Mean Girls Musical mitzuspielen, was aber dann außerhalb der Schulzeit war. Das war auf jeden Fall auch nochmal eine richtig tolle Erfahrung. Ich würde außerdem sagen, dass der Sport für die Amerikaner wirklich sehr wichtig ist, also ja, so wie man zum Beispiel die Footballspiele aus den Highschool-Filmen kennt, sind sie auch in Wirklichkeit. Die ganze Schule feuert einen an und jeder lebt einfach im Moment. Zudem hab ich durchs Cheerleading auch meine besten Freunde gefunden. Die Klausuren sind in Amerika meistens auch eine ganz andere Sache, meistens hat man Tests mit multiple choice, bei denen man nur die richtige Antwort ankreuzen muss.

Ich könnte wirklich Stunden darüber reden, wie viele tolle Momente ich dort erlebt habe und ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen ein Auslandsjahr zu machen. Auch wenn es mal schwere Zeiten gibt, ist es ein unbeschreibliches & einmaliges Erlebnis, was dich für

immer prägen wird.

Wenn du also auch überlegst ins Ausland zu gehen, vertraue mir, du wirst es nicht bereuen. :).

Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, scheut euch nicht und schreibt mir gerne jederzeit auf Instagram @alinafsn 🙂

Verfasser: Alina Faustmann (Jahrgang 12)

LEBEN IN KANADA

Hallo, ich bin Emily.

Ich war 2022/2023 für 10 Monate mit der Organisation Stepin in Kanada, British Colombia und bin dort ein Jahr zur Schule gegangen. Ich wohnte in der Nähe der Großstadt Vancouver, in dem Bezirk Coquitlam und habe bei einer sehr netten Gastfamilie gewohnt, die noch eine weitere Gastschwester aus Brasilien (16 Jahre) hatte. 

Erstmal natürlich die Frage „Warum habe ich mir von allen Ländern der Welt Kanada ausgesucht?“

Kanada (gerade BC) hat eine unglaubliche Vielfalt anzubieten. Es gibt dort alles – von verschneiten Bergen bis hin zum Strand, viel Natur, aber auch Großstädte. Außerdem ist dieses Land sehr für die seine Gastfreundlichkeit bekannt. In Kanada BC wird auch Englisch gesprochen, was ich unbedingt noch ausbessern wollte durch das Auslandsjahr.

 

Kanadische Highschool

Jetzt zu Anfang natürlich die Frage: „Ist es denn so eine typische Highschool wie in all diesen Filmen?“ Die Antwort ist:  JA – ist es! Jedenfalls war es so an meiner Schule. Ich ging auf die Heritage Woods Secondary School und diese Schule war wirklich ein absoluter Traum. Es gab um die 1200 Schüler und es war somit eine recht große Schule, wenn man bedenkt, dass dort nur die 9.- 12. Klassen zur Schule gehen. Unser Schul-Maskottchen ist ein Bär. Es gibt dort eine größere Vielfalt an Fächern wie z.B. : Women’s Fitness (workouts ),Media Arts, robotics, psychology & dance, aber natürlich auch Biologie, Englisch etc. . Am Anfang wählt man 4 Fächer die man dann alle jeden Tag für das restliche Halbjahr belegt. Meine Schule begann um 9:16 Uhr und ging bis 15:27 Uhr. In Kanada sowie in den USA dreht sich alles rund um die Schule und vor allem Sport war dort Thema Nummer 1. Sehr beliebte Sportarten sind dort Basketball, Ice-Hockey, Football & Volleyball. Die Sport Teams der Schulen treten also gegeneinander an und es wird teilweise so ernst genommen, dass alle Schüler in Weiß & weiß geschminkt zur Schule kommen ( siehe das Bild ), nur um die Schule bei einem Spiel zu unterstützen. Schule macht dort allgemein einfach viel mehr Spaß, da dort sogar Feiertage wie Halloween groß gefeiert werden. Ich fand die Schule dort auch deutlich einfacher als hier in Deutschland.

 

Höhen und Tiefen

Ich würde lügen, könnte ich sagen, dass alles immer super war. Es gibt bei jedem, der ins Ausland geht Momente, wo man Schwierigkeiten hat oder sogar etwas Heimweh bekommt. Aber diese Momente sind genauso wichtig wie die guten, denn durch die wächst man aus sich heraus und lernt selbstständig zu sein, und vor allem Eigenverantwortung zu tragen. Außerdem gehört Heimweh definitiv dazu und was da am besten hilft ist, ablenken mit Freunden oder der Gastfamilie.

 

Die besten Erinnerungen

Ein paar meiner schönsten Erinnerungen sind vor allem die Ausflüge nach Vancouver Downtown, Ski fahren und der 4 Tage Trip zu den Rocky Mountains. Allgemein war die Winterzeit unglaublich schön, da Weihnachten sehr groß gefeiert wurde. Es war alles voller Schnee, die Häuser waren geschmückt und ich habe zum ersten Mal Thanksgiving gefeiert. Im Sommer war es super warm und wir sind in Seen zwischen den Bergen schwimmen gegangen.

Das allerbeste an diesem Jahr waren aber die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. In diesen 10 Monaten haben sich so enge Freundschaften gebildet, mit vielen bin ich heute noch in Kontakt. Durch all diese Menschen ist Kanada zu meinem zweiten Zuhause geworden.

 

Englisch Kenntnisse

Ich kann euch direkt einmal sagen, dass es NICHT schlimm ist, nicht perfekt Englisch sprechen zu können! Man ist dort, um es zu lernen, und jeder weiß (und versteht), dass euer Englisch nicht das Beste ist. Man gewöhnt sich nach der Zeit so schnell daran, dass es dann eher automatisch kommt und man nicht mehr so viel darüber nachdenken muss.  Jetzt im Nachhinein kann ich Englisch so gut wie fließend sprechen, was ich persönlich unglaublich wichtig finde fürs weitere Leben.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich es jederzeit wieder machen würde. Ich habe wirklich viel gelernt in diesem Jahr und habe mich als Person extrem weiterentwickelt. Man lernt auf eigenen Beinen zu stehen und sammelt unvergessliche Erlebnisse, von denen man ein Leben lang noch erzählen kann. Außerdem findet man Freunde fürs Leben, die auf einen warten, wenn man irgendwann wieder zurück geht. Und ob ihr es glaubt oder nicht, wenn ihr erstmal eine Weile da seid, vergeht die Zeit wie im Flug. 🙂

Deswegen kann ich abschließend sagen, dass ich jedem wünsche auch so eine besondere Erfahrung zu machen, auch wenn man gerade vielleicht Zweifel hat, denn … mit Mut fangen die schönsten Geschichten an.

Bei weiteren Fragen oder wenn du einen Rat brauchst, kannst du mich auch gerne auf Instagram anschreiben 🙂    

Instagram: emily.pgge

Verfasser: Emily Plagge-Popken (Jahrgang 12)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert